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Die Erikson-Akte [Forum-Run]
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Venom
Registriert: 22.01.2009, 17:24 Beiträge: 139 Wohnort: Dresden
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 Die Erikson-Akte [Forum-Run]
- Ort: Rüttenscheid/Essen/Rhein-Ruhr Megaplex/ADL
- Datum: Samstag, der 09.11.2064
- Uhrzeit: 12:01:35 Central European Time
- Wetter: 5-7°C; stark betrübt und nasskalt; während des Nachmittags gibt es eine Warnung vor säurehaltigem Regen, die für den Rest des Tages und der Nacht bestehen bleibt
Sie hatten ihn zurückgepfiffen in die Allianz der deutschen Länder. Weg von der milden Seeluft und dem beruhigend Meeresrauschen der Côte d´Azur, das so entspannend für sein Seelenleben war. Zurück in den versmogten, lärmenden und überfüllten urbanen Dschungel, in dem jeder Atemzug, jeder Schritt, jedes Wort dein letztes sein könnte…
Er plante zwei Tage ein für die Reise und hatte nur leichtes Gepäck bei sich. Mit dem kompakten Audi in die Banlieue Meudon bei Paris, Oceane würde sich um den Wagen und das Ticket für den Transrapid kümmern. In Rotterdam traf er noch spät in der Nacht auf Keven, der ihm eine Matratze, eine Mieze und eine Mitfahrgelegenheit in die alte Heimat verschaffen konnte.
Die Szene an der Grenze wäre fast eskaliert, letztendlich mussten 2 Identitäten und je 7500 Flocken, von den 3 Riesen für die Grenzzöllner zu schweigen, herhalten, für etwas was eigentlich früher eine simple Grenzüberquerung zwischen zwei europäischen Nachbarländern war………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Das Gefühl der Enge lässt von ihm ab, nachdem der Windsorknoten der roten Seidenkrawatte ein wenig gelockert wurde. Der scharf geschnittene Zweiteiler und das hohe Kragenhemd waren ihm schon immer unangenehm beklemmend erschienen. Diese hat er sich heute Früh glücklicherweise noch in einer Edel-Shopping-Meile zulegen können. Er wartet still und nachdenklich in dem tiefen Ledersessel, in den dieser eiskalte, blonde Engel ihn bat.
Das blonde Haar hatte die Elfe streng zurückgebunden und ihre azurblauen Augen fixierten ihn scharf. Ruhten auf ihm mit geringschätziger Arroganz. Sicherlich kannte sie seine Unterlagen, es wäre zu unwahrscheinlich wenn dem nicht so wäre. Immerhin ist sie die Schreibdame des Aals, dessen Büro hinter der Tür lag. Straßenjunge, Dieb, Junkie, Dealer, Räuber, Meuchelmörder, Terrorist...
Ja, das alles stand, in wesentlich eloquenterer Ausdrucksweise, in seiner Akte. Dank der Intriganten Art dieses Papiertigers und um Antipathie ihm gegenüber zu wecken, konnte er sich sicher sein dass ihr auch Gerüchte über sein Privatleben zugekommen waren. Die meisten Frauen betrachteten seine Ausschweifungen und seine wechselnden Bettpartnerinnen bestenfalls als fragwürdig. So begegnet er ihrem falschen Lächeln mit einem sanften Schmunzeln und erhebt sich aus dem weichen Leder, als das grüne Aufblinken der Lampe der Sprechanlage und die klare hochdeutsche Stimme ihm verraten dass er nun vorgelassen wird. Langsam geht er an der Tippse vorbei und öffnet die Tür, bevor er das Büro betritt………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Enttäuschungen! Etwas, womit umzugehen gelernt werden musste. Schon im Ei. Bevor man schlüpfte, bevor man die Nestgefährten fraß, die es nicht schafften, ihr Feuer zu kontrollieren, die sich selbst kochten oder einfach verendeten weil sie sich nicht freikämpfen konnten. Die Schwachen, die Dummen und die Unfähigen. Sie wurden verwertet und gleichzeitig getilgt. So war der Lauf der Welt. Auch zahllose Zeitalter danach. Und auch unter den geringeren Rassen. Selbst die, an deren er und seinesgleichen sich versucht hatten. Immerhin, kein totaler Misserfolg. Einige ihrer Leistungen waren fast denen aus der Frühzeit seiner Art gleichzusetzen. Fast...
Ein Grollen entrang sich seiner Brust, als er eine weitere Enttäuschung betrachtete. Eine war weg, das klägliche Ende einer großen Linie. Bedauerlich. manchmal war es jedoch besser etwas zu beenden. Nun dieser, der mit der letzten Enttäuschung so viel gemein hatte. Sollte auch er eine letzte Chance bekommen sich zu beweisen? Den Blick auf das kleine Wesen vor sich gerichtet, dachte er nach...……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Seine Hintergrunddaten waren immerhin durchaus beeindruckend. Ihr Kommandeur hatte ihr diesen Mann vorgesetzt und sie musste sehen was sie mit ihm anstellte.. Aber die allerwenigsten überleben in diesem Geschäft über 30 Jahre lang. Er hatte sicherlich Erfahrung nach über 500 erfolgreichen absolvierten Missionen. Hätte er in einer Söldnerarmee oder der Bundeswehr gedient, hätten sie ihn mindestens zum Stabshauptmann befördern müssen. In ihrer alten Heimat wäre jemand mit seinen Fähigkeiten Kriegsheld gewesen, oder zumindest ein berüchtigter Warlord. Warum war er dann keiner?...
Der Rest der Akte sprach auch eine andere Sprache. Jedenfalls, sein Persönlichkeitsprofil lässt sich am besten als launisch bezeichnen. Seinen Charakter als Problemfall zu bezeichnen wäre eine Untertreibung, auch wenn die Hauptquelle der Beeinflussungen wohl inzwischen eliminiert ist…
Die Unterhaltung ist dagegen unerwartet aufgeschlossen. Trotzigkeit, sicherlich, aber seine Aufgabe ist ihm schnell bewusst. Und obwohl er sehr ungern die ihm zugedachte Aufgabe übernahm, brachte er so etwas wie Lösungsansätze. Er wirkte apathisch, schien sich trotzdem der Situation zu fügen und zu kooperieren, was man als Pluspunkt werten kann. Sein Benehmen dagegen war, vorsichtig formuliert, nicht auf der Höhe geschliffener Konzernumgangsformen. Aber das war ihr nicht einmal ganz unrecht, denn sie hatte selbst noch nicht hinein gefunden. Das Gespräch wird nicht unnötig ausgedehnt, ohne Smalltalk werden die wesentlichen Punkte angesprochen, der Mann fragt nach seinen Optionen, seinem Finanzrahmen, seinem Status. Ihr Blick erwidert sein Nicken, als er den schwarzen Montblanc vom Schreibtisch ergreift und mit knapper Feder den Vertrag unterschreibt. Während er sich verabschiedet und den ersten Flug nach Seattle nimmt, wirft sie einen Blick auf das Papier. “ Schwarzer“ Für ein Streetkid eine unfassbar saubere elegante Handschrift, stellt sie fest...……………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Der Flug von Essen/Mühlheim-Airport bis nach Sea-Tac-International geht sofort und sollte laut dem Flugplan nur 1,5 Stunden dauern, aber er hasste diese Suborbitalen Magenvergewaltiger. Jedes Mal verzog es sich in seinem Inneren für einige Momente, wenn er zu dicht der Grenze der Manasphäre kam. Wenigstens konnte er während dem Flug bereits einige Kleinigkeiten telephonisch arrangieren, so verläuft der Wechsel in das alte Einsatzgebiet schneller und er findet eine dreiviertel Stunde Zeit die beigelegten Datenchips zu sondieren…
Riverfox Pharmaceuticals ist nichts besonders, grad mal ein Kategorie B Pharmakon, der vor 5 Jahren noch ein Start-up Unternehmen war. Sein Budget war dennoch zu eng bemessen, da machte er sich nichts vor. Für einen Bissen zu groß, wenn man ihn vorher nicht empfindlich präparieren kann. Aber die 2 vermuteten Ratten im eigenen Keller machten ihm mehr Sorgen. So was kann keiner im eigenen Haus gebrauchen. Und er als neuer Hausherr kann er Ungeziefer unter keinen Umständen dulden. Sein Vorgänger hat Finanzen unterschlagen und für sinnfreie, dekadente Anwandlungen aus dem Fenster geworfen. Das Unternehmen schreibt bereits zu lange schon rote Zahlen, und Geld braucht er im Moment fast noch nötiger als Zeit...
Er erinnerte sich an das unangenehme und nervige Milchbübchen… Sie hatten damals in New Orleans zusammen zu tun aber rückblickend stellt er sich nur die Frage ob er ihn nicht in dem Kerker mit diesen verrückten Freibeutern oder in dem Sumpf bei der Voodoohexe verrecken hätte lassen sollen, um nun nicht in dem Dilemma zu stecken………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… - Ort: Medina/Bellevue/Seattle Megaplex/UCAS
- Datum: Samstag, der 09.11.2064
- Uhrzeit: 06:13:42 Pacific Standard Time
- Wetter: 10-13°C; größtenteils sonnig, trotz leichter Bewölkung während des Nachmittags und zur Abendstunde; es ist ein sanfter Pazifikwind vorherrschend und für den restlichen Tag sind nur in den schlimmsten Industriegebieten kleinere Smogwarnungen gemeldet
Der neue stellvertretende Abteilungsleiter Antonio Urbani hatte eine Eilkonferenz zu früher Stunde einberufen... nicht verwunderlich bei unserer aktuellen Situation. Die Finanzen lagen im Keller, Großprojekte stagnierten, die Alltagsaufträge stapelten sich und es war schon seit dem letzen Abteilungsleiter keinerlei Struktur in den Arbeitsprozessen...
Er wirkt seriös, professionell und zielstrebig, und ohne jeglichen Skrupel. Seine Erscheinung verblüfft mich ziemlich, da ich noch nie einen komplett, schwarz behaarten Elf gesehen habe. Selbst seine Augen waren vollständig schwarz, und alle zwölf anwesenden Mitarbeiter spiegelten sich in ihnen. Nur die rote Krawatte und der hohe weißen Hemdkragen waren ein Farbakzent gegenüber dem dunklen Sprecher und seinem schwarzen Maßanzug…
Innerhalb der folgenden fünfeinhalb Stunden dauernden Krisengespräch, wirft er alles Bisherige über den Haufen und umschreibt grob seinen Plan. Es soll zügig mehrseitiger Druck auf diesen Pharmakonzern aufgebaut werden. Die undichten Stellen waren durch Social-Network-Managment zu ermitteln, unsere Finanzabteilung dagegen erhält einen kurzfristigen Kaperbrief um Insiderhandel zu betreiben. Mir fällt, neben Greenbaum, Kryszek und Yakamoto, die Aufgabe zu unsere Beziehungen zu den Informantennetzwerken zu festigen und unsere Talentdateien zu aktualisieren und zu erweitern………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Ist er also wieder in der Stadt. Ungünstiger Anruf, aber das kennt man ja nicht anders. Treffen zu Mittagessen, meinte er. Ich beließ es bei etwas Obst und Kaffee. Er sah älter aus, und es lag auch nicht nur an den Sachen, dass er wie 50 wirkte. Irgendwie hatten die weiten Klamotten und sein Kapuzenträgeroutfit einfach besser zu ihm gepasst. Was auch immer sie gegen ihn in der Hand haben, es muss ihn zwingen viel zu erdulden. Das tragen dieses Saville Row-Zweiteilers. Die Krawatte war sehr dunkel, wenn auch immerhin rot, und der Kragen so eng, dass sein Fell sich am Rand sträubte.... aber bin ich seine Modeberaterin? Vermutlich ist es ihm auch herzlich egal…
Die Verhandlungen waren an sich schwierig, und ich ließ mich runterhandeln, mehr als ich üblicherweise zulassen würde. Um der Alten Zeiten willen. Immerhin, es brannte ihm wohl unter dem Hintern und es war gutes Geld, wenn auch etwas langwierig angelegt bei einem Job mit eher geringerer Exposition…
Auch wenn ein wenig Vorsicht immer geboten war,war es eher nicht zu erwarten, dass er auf dumme Gedanken käme, da er war am Erfolg ebenso interessiert ist wie ich.. Außerdem schuldete er auch mir etwas. Um der alten Zeiten willen………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………… Er sieht noch immer anstößig gut aus und mit einem verlangenden Funkeln in den Augen schmunzelte ich ihn an, als er mich begrüßt. Ich wusste um seine feine Nase und sicherlich nahm er den zarten Rosenduft wahr, hoffentlich nicht mehr meinen letzen Kunden. Leise schnurr ich ihm meine Phantasie ins Ohr, während seine Finger über meine freien Schulterblätter streichen. Seine tiefe, aber wispernde Stimme verspricht mir dir Erfüllung meiner Wünsche, doch zuvor will er noch was mit dem Luden besprechen. Mit Druck und doch sanft schubst er mich gen Sofa, um mit Cash zu sprechen…
Während sich der Freier einen Joint anzündet, und ich mich auf dem Sofa neben Michelle niederlasse, versuchte ich dem Gespräch der zwei Männer zu folgen. Es dreht sich offensichtlich um einige Stuten und Lustknaben aus dem Angebot des PussycatPalace, sowie einem kleinen, mit Galak verschnittenem, Berg Novacocain… Nur halb bekomme ich den Deal der zwei mit, während die brünette Elfe neben mir, in ihrer grünen Spitzenkorsage und mit ihrem unschuldigen Blick eine Augenweide, mich mit Fragen über den Freier löcherte. Ich konnte ihr nur wenig von ihm erzählten: dass der Mann einer der besten Kunden ist, die sie je kriegen könnte, nicht nur in der finanziellen Hinsicht. Ja er war, schon seit ihrem ersten Zusammenspiel, ein Garant für Spaß an der Arbeit und eine willkommene Abwechslung zu ihren üblichen Kunden. Seit über einem Jahr hatte sie ihn nicht mehr genossen…
Mist, jetzt habe ich nicht aufgepasst, der hübsche Teufel hat sich schon zu uns gesellt und lächelt uns mit diesem wölfisch, charmanten Lächeln an… “Jasmin… lass uns doch ein wenig Spaß haben und mit deiner hübschen Freundin spielen…“………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………
_________________ Durchschaue deine Scheiben, geb der Schönheit ihren Reiz, das Vorbild für Idole, legt die Arktis aufs Eis. Führ die Sonne hinters Licht, Überschatte die Nacht, Geben dem Sein das Ich, haben die Phantasie erdacht
Ruhrpott AG - Kreuzwortfeuer
Zuletzt geändert von Venom am 08.09.2009, 23:08, insgesamt 2-mal geändert.
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| 01.09.2009, 16:49 |
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Darkface
Registriert: 07.01.2009, 15:53 Beiträge: 205
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Graybear tritt aus der Tür des Mietsblocks in den Sonnenschein hinaus, weit muß er den Kopf zurück legen, aufgrund seiner Größe und aufgrund der Baseballkappe die er trägt, um an der alten Waschbeton Fassade hinauf zur Sonne zu blicken. “Drecks Wetter man schwitzt ja schon beim Rauskommen. Mierda!“ Missmutig stapft der Zwerg die gesprungenen Betonplatten des Gehwegs entlang zum Hinterhof, heute trägt er nur ein kurzes Kaki Hemd unter der Weste, welche ihn noch stämmiger, kompakter aussehen lässt. Nachdem er das Gittertor hinter sich gelassen hat betritt er den Parkplatz auf dem Hinterhof, die Warme Luft hat sich hier zu einem fast lebendigen schwülen Wesen verdichtet. Er schwitzt unter der Weste schon der kurze Weg über den Parkplatz reicht aus, dass sich das Hemd fest an die Haut seines Rückens saugt, aber daran verschwendet er keine Gedanken diese Weste kann den Unterschied zwischen toter Zwerg und lebender Zwerg bedeuten. Seine vom Schirm der Kappe beschattete Mine erhellt sich merklich als er vor seinem Auto steht, ein alter Landrover artic Defender in matten Grau. “zuverlässig, bullig und in den besten Jahren . HA! Genau wie ich!“ Er schmeißt den Rucksack auf den Beifahrer- und wuchtet sich selbst auf den Fahrersitz, bedächtig fahren seine Finger über den ledernen Überzug des Lenkrades, bevor er mit einem brummigen Seufzen den Motor startet und den Wagen hinaus auf die Straße lenkt. “Platz da pendejo“ er zeigt dem hupenden Fahrer des grellen Ruabouts hinter sich den Finger und fährt gemächlich die Straße entlang. Die Wagen die vor jedem Schlagloch bremsen müssen nerven ihn und an einigen fährt er mit grimmigen Hupen vorbei. Heute muss ich noch zu Marketender und zum Wallmarkt die Lieferungen, la mordida, abholen. Ich glaube die haben einen neuen Junior Manager, aber die Bombendrohung letzte Woche, als der Star die Attrappe zwischen dem Babyspielzeug gefunden hat, müsste ihn schon weich geklopft haben. Oh einer der alten Grayhound Busse wo sie den wohl noch ausgegraben haben… damals die Erdung war der Buss selbst… ja damals … gut das ich das gesehen hatte… Ganz in seine Gedanken versunken fährt der Zwerg seinem Ziel entgegen, das Radio spielt pale blue Eyes einen alten Rockklassiker neu aufgelegt, seine Finger trommeln den Takt aufs Lenkrad und so bemerkt er auch nicht das sich der Ford America Avenger mit den getönten Scheiben hinter ihm hält, im folgt, bis er sein Ziel die Sibiria Bar erreicht hat.
_________________ http://gunnery.wordpress.com Meine SR-Blog-Baustelle.
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| 01.09.2009, 18:42 |
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Chamäleon
Registriert: 04.02.2009, 17:22 Beiträge: 131
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Nach dem Mittagsgebet sitzt Amar entspannt in seinem Sessel und schmökert in den Texten, die er sich sich gerade aus der Matrix herunter geladen hat, nachdem er seine Frau angewiesen hat, die unerträgliche westliche Popmusik abzustellen, die im Radio vor sich hindudelte. In dem aktuellen Text spricht ein Professor irgendwo aus dem ehemaligen China über die wachsende Bedeutungen von Religionen, speziell der des Islam für die sechste Welt. Wasser auf seine Mühlen
Tee und Gebäck, welches ihm seine Frau reicht, beachtet er fast gar nicht, so versunken ist er. Bis er aufschreckt und auf die Uhr schaut. Bereits 17.03. Seine Kinder sollten um 17.00 Uhr daheim sein. Langsam erhebt sich Amar aus seinem Sessel und trottet zur Tür. Draußen sieht er wie Ms. Petersen von neben an mit ihrem Hund spazieren geht. Seid der Hund die Cyberprothese hat, ist er auch wieder deutlich schneller unterwegs. Feundlich winkt Amar Ms. Peterson zu.
Es ist 17.15 als sein Sohn und seine Tochter zur Tür hereinkommen. Amar baut sich sofort vor ihnen auf: "Was fällt euch ein, habe ich euch nicht beigebracht zu gehorchen. Wenn ich sage 17 Uhr dann meine ich auch 17 Uhr."
Amar greift sich die Handys der beiden aus ihren Taschen.
"Ich denke das ihr die erst in einer Woche wieder sehen werdet. Und nun ab aufs Zimmer, bevor ihr noch auf die Idee kommt, Widerworte zu haben"
Mit offenem Mund sehen seine Kinder was passiert. Sie wissen aber auch, dass sie sich heute ordentlich benehmen sollten. Amar ist sehr gereizt. Ohne Widerworte troten beide auf ihr Zimmer.
Gerade als sich seine Gedanken wieder beruhigen, wird Amar schlagartig bewusst: Vorhin im Radio hat der Typ von nem schweren Unfall auf der Interstate 5 gesprochen, d.h. die Nebenstraßen sind blockiert. Schnell sagt er seiner Frau, sie soll dafür sorgen, dass die Kinder sich ordentlich anziehen.
Amar drängt seine Familie ins Auto, um 18 Uhr beginnt das Gebet. Es muss schnell gehen, damit sie rechtzeitig da sind. Wie erwartet sind die Nebenstraßen voll. Amar hat keine andere Möglichkeit als sich einzustöpseln und mit dem Auto zu verschmelzen. Nur so kann er auch die kleinste Lücke nehmen und hat genau die richtige Geschwindigkeit um noch über die Ampel zu fahren ohne das der ankommende LKW im das Heck wegreißt.
Geschafft. 5 vor 6. Jetzt eilt es. Wieder treibt Amar seine Familie zur Eile an "Das Gebet ist das wichtigste, das dürft ihr nicht verpassen. Ist das klar" Stummes Nicken.
Das Waschen geschieht nach den Vorschriften des Islam, aber auch das kann man schnell machen. Während seine Frau seine Tochter nach oben zu den anderen Frauen geleitet, geht Amar mit seinem Sohn in den Hauptraum um dort am gemeinsamen Gebet teilzunehmen
_________________ "Diese verdammte Brauerei! Die füllen 10000 Flaschen Bier am Tag ab. Ich trink 45 vom Fließband und bin das Arschloch" - Schluckspecht -
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| 01.09.2009, 20:28 |
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Sleeper
Registriert: 28.12.2008, 23:47 Beiträge: 42 Wohnort: Dortmund
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Thunder hatte die Jungs losgeschickt, wieder mal durchs Turf auf Streife zu gehen. Vermutlich vermutet er das die Rassisten wieder einen Übergriff planen... es war schon zu lange ruhig.
Nach einiger Zeit in der brütenden Hitze meinte Beerkeg zu Flipp Finger Jack und Fleischwolf... "Eh, ma Pause mach'n. Ich lad euch ein. Kneipe von James is davorn"
Da ohnehin nicht viel los ist und es auch viel zu warm ist, entschließen sich die 3 also sich in der Kneipe von James halt zumachen und gemütlich Bierchen zukippen. Wärend sie da so saufen, lassen sie sich von dem Tridprogramm unterhalten, ein Zusammenschnitt des Zyklon-Festivals (Metal-festival in Quebec), welches von der auf poppig getrimmten jungen Orkin Ellen Sue moderiert wird. In der Kneipe selbst ist ziemlich leer, nurn Squatterzwerg der wohl mit James befreundet ist und 'n Unbekannter im Duster. Solange der keinen Ärger macht hat er von den Crushers nichts zu befürchten. Man kennt ihren Ruf, halt dich an ihre Regeln wärend du in ihrem Turf bist oder erleide die Konsequenzen.
Nach 'ner Weile meinte Fleischwolf dann zu den anderen. "Is euch schon ma aufgefallen das die Ellen da jedesmal den selben pinken Tittenhalter anhat?" Woraufhin Beerkeg erstmal herzhaft lacht. FFJ hmmt hingegen leise "Er betont ihre Möpse aber wunderbar" und blickt dabei mit einem etwas verträumten Blick gen Trid. Mit einem breiten Grinsen kommt es dann von Fleischwolf - "Ja, bei den Dingern willste Motorboot spieln!" worauf FFJ auch nur entgegnet "Du würdest sie auch net von der Matraze schubsen..." Nach einem weitern Schluck des Bieres und der Bewunderung prächtigen Oberweite sagt Fleischwolf "Ya! Ne Orkin hält zerbricht halt auch nicht inner Mitte, wenn man sie ma richtisch ran nimmt! Ihr wisst ja wie das iss. 'ne Vögelei ist nur dann gut, wenn die Nachbarn danach einen Rauchen müssen!" Mit einem deftigen "Richtschig" rülpst Beerkeg wiederrum nach einem Schluck seines Bieres raus und haut Fleischwolf auf den Rücken.
Als dann wieder nur eine Band gezeigt wird und Ellen Sue von der Bildfläche verschwunden ist, errinnert sich Fleischwolf dann auch wieder daran, das sie ja noch ihre Runde zu Ende drehen müssen und Thunder es sicherlich nicht gutheißen wird, wenn sie stattdessen nur faul rumsitzen, saufen und ner Moderatorin auf die Titten starren. Daher beordert er seine 2 Kumpels mit einem "Auftrinken! Wir ziehn weiter! Vielleicht erwischen wir ja wieder so ein Rassistenschwein!" zum Aufbruch, von dem sie nicht so ganz begeistert sind und ihrerseits versuchen Fleischwolf mit anderen Argumenten zu überzeugen. Sei es Beerkeg, der meint "Ach komm man...die trauen sich eh net hier her....komm ich geb dir noch ein bier aus..." oder FFJ mit seinem "Yeah...ausserdem zeigen die grad den Auftritt von DeathSilver..". Doch Fleischwolf bleibt hart, weiß er doch darum, wie Thunder sich das letzte Mal aufgeregt hat als sich der müde Joe wärend seiner Patrouille einfach innen Keller gehockt und geschlafen hat. Und überzeugt die Jungs dann schließlich vom weiter ziehen mit der Frage ob sich sie denn wieder eine Standpauke von Thunder abholen wollen. Die Biere werden geleert und Beerkeg zahlt die Zeche.
Wieder draußen machen sie sich wieder auf den Weg... es ist ruhig, keine weiteren Vorkommnisse.
Beerkeg [durchschnittlicher Troll, 2 Teufelshörner, wildes braunes Haar. Amerikaner, Hautfarbe ist bräunlich. Hat diverse Tatoos] Flipp Finger Jack [kräftiger Orc. Glatze, schwarze Augen. 3-Tage Bart. Amerikaner, Hautfarbe ist schwarz.] James [ Ork Ende der 40er, mit Beinprotese und ner mehrmals gebrochenen und schlecht verheilten Nase ] Ellen Sue [ Orkin hat rot-grün-gefärbtes Haar zu mehreren Dreads geflochten, mehrere Gesichtspiercings, spricht englisch (und das recht schnell) lässt aber im aktuellen jugendslang-stil immer mal wieder orzet Schlagwörter fallen....sie dürfte wohl 16-18 Jahre alt sein...heißt Ellen Sue und moderiert immer diese News-Verantsaltungen auf dem Musikchannel.....sie trägt ein fishnet-top (glücklicherweiße einen pinken BH darunter), Für ne Orkin sieht sieht sie nicht schlecht aus]
_________________ Wachmann (Troll): Ist da wer? Runner: Nein, wir sind nicht hier! Wachmann (Troll): Ok.
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| 02.09.2009, 00:44 |
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Mortes
Registriert: 28.12.2008, 19:02 Beiträge: 230
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Den Tageswechsel hatte Jesse mit einer Mischung aus Drogen und Alkohol begangen. Er hatte gehofft, daß er im "Impact" Lydia antreffen würde, aber dem war nicht so. Dafür hatte ihn irgendwann "Eight Ball" ausgemacht und wie immer war er unerträglich, wenn er in weiblicher Begleitung war. Diesmal hatte er zwei platinblonde Zwillinge im Schlepptau, die beim kosmetischen Chirugen ihr Gehirn gegen einen perfekten Körper getauscht hatten. Jesse entschied sich dann also auch sein Gehirn auszuschalten und hatte wieder alles genommen, was er in die Finger bekommen hatte. Wenn ehrlich war, wäre das eh passiert.
Sein Tag begann schon wieder, als der veraltete Holo-Wecker 11:37:53 Uhr anzeigte und der Straßensamurai sich entschied, daß es an der Zeit war das Bett gegen harten Asphalt zu tauschen. Eigentlich hatte ihm das seine Nerven gesagt, trotz sprichwörtlichen Wagenladung an Downern, die er geschmissen hatte. Den neuen Tag hatte er dann gleich mit einem BTL-Chip begonnen, "A Life in Heaven" - eine Soap-Opera über eine amerikanische Familie, die keinerlei Probleme kennt und wo ständig Friede, Freude, Eierkuchen herrscht. Eine willkommene Abwechselung vom Leben geprägt von Gewalt, das Jesse sonst führte.
Jetzt war es 16:23:19 Uhr und er weußte schon nicht mehr genau, was er den restlichen Tag gemacht hatte, doch jetzt saß er im "Elysium", einem Matrix-Café gar nicht vom bedrohlichen Lone-Star-Stern entfernt. Er hatte die wage Hoffnung, daß "Hades" ein paar nützliche Informationen haben würde, die Jesse helfen könnten ein paar schnelle Nuyen zu machen. Doch er wurde enttäuscht. Außer ein paar Zusammenschlüssen zwischen kleineren Gangs in Redmond gab es nichts zu berichten. Also verschwand er schnell wieder und war irgendwie froh, wieder seine zitternden Hände zu sehen.
Heute abend hatte ihn "Animal" zu einer Party eingeladen. Einer seiner Gangkameraden mußte morgen seine Haftstrafe antreten und wollte vorher noch einmal richtig feiern. Das versprach also eine Menge Drogen, Unmengen an Alkohol und natürlich leichte Mädchen. Vielleicht waren sogar ein paar Leute aus den Redmonder Abteilungen anwesend, die die Zusammenschlüsse nicht so gut fanden und einen Gunshark brauchten. Doch bis dahin war es noch ewig, also entschied sich Jesse den Hafen aufzusuchen, denn dort konnte er - meistens - ohne Drogen seine innere Ruhe finden. Lydia hatte ihn einmal zu Yoga animieren wollen, aber er hatte ihr verständlich gemacht, daß er den Sinn in Yoga nur bei Frauen sah.
Vollautomatisierte, gigantische Containerschiffe wurden gelöscht und überall herrschte hektische Betriebsamkeit, doch paradoxerweise konnte Jesse genau jetzt abschalten. Zwei Mitglieder der "First Nation" hingen vor einer heruntergekommenen Mietskaserne herum, beachteten ihn aber kaum und auch Jesse ließ sich lieber den Gestank vom Meer um die Nase wehen. Die schwarze Brühe, die hier Wasser genannt wurde, sah eher wie ein zähflüssiger Brei aus, der nur darauf wartete metamenschliche Masse zu verschlucken.
Die halbe Stunde Entspannung war leider vorbei und langsam, aber sicher übernahmen seine getunten Reflexe wieder seine Gedanken und sein Körper befand sich im Alarmzustand, immer bereit zu explodieren. Der Preis, den er anfangs nur zu bereitwillig gezahlt hatte, aber er wußte, daß dies irgendwann sein Untergang sein würde. Aber das waren Gedanken, die er nicht brauchte und so fand er sich wenig später wieder, wie er das Kabel seines frisierten Chipdecks gen Datenbuchse führte.
_________________ Niedertrachts Shadowrunbibliothek - Blog rund um das Thema Shadowrun. Ein Besuch lohnt sich. (Update: 26.12.2009 - "Drogen, Teil II: Des Problems Lösung")
Zuletzt geändert von Mortes am 09.09.2009, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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| 02.09.2009, 18:59 |
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RAGE
Registriert: 09.02.2009, 16:54 Beiträge: 66
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Hoch oben auf einem Wolkenkratzer, der wie ein Monolith aus Chrome in den Himmel ragte, stand er. Der Wind fuhr durch seine Haare, trieb die Wolken unten am Gebäude vorbei. Seine Brust hob und senkte sich gleichmäßig, tief sog er die dünne, saubere Luft in die Lunge bis auch das letzte Lungenbläschen auf seine Kosten gekommen war. Kein Geräusch drang an seine Ohren, vollkommene Stille ,paradiesische Stille. Er schloss die Augen, nur ein kleiner Schritt, er stürzte, fiel, flog. Immer schneller dem Boden entegegen, entlang an den Etagen der Karriereleiter, immer näher zur Basis dieses gigantischen Phallus, diesem Mahnmal der Konzern-Allmacht. Er tauchte in die Wolken und den Geschwindigkeitsrausch ein. Bilder zuckten an seinem inneren Auge vorbei. Ein lachendes Kindergesicht, eine Frau im Bikini mit einem Bier in der Hand, Körper die verschwitzt miteinander balgten, der Klang von Musik, ein neongrüner Blitz, wild galoppiernde Pferde. Der Wind zischte an seinen Ohren vorbei die echte Welt hatte ihn wieder. Der Boden kam immer näher, höchstens noch 500 Fuss. Panik befiehl ihn, war es die richtige Entscheidung, hätte er das tun sollen, nein!, ein Bier, ein schönes Helles das hätte es auch getan. Zu Spät, all das Glück das noch hätte kommen können. Der Aufprall würde ihn zerreissen, die Gewissheit zerriss ihn. Die Angst wurde immer stärker, stieg in seine Glieder, quoll ihm aus den Ohren noch 200 Fuss wieder Bilder. Ein neongrüner Blitz, das lachende Kind, eine Dose Bier zwischen zwei Brüsten, und Bamn. Er wusste er war aufgeschlagen, sein Körper in alle Windrichtungen verstreut, alle Hoffnung verloren und der Schmerz nur noch Schmerz.
Lachend betrachteten 3 junge Typen die zerrissene Leiche am Fusse des Gebäudes, das aufragt wie der Grabstein des armen Mannes. Alle hielten sie ein Bier in der Hand.
Langsam, ganz langsam, Kawas Kopf brummte, fühlte sich warm und klebrig an, der Couchtisch vor ihm sah aus wie eine Pizza. Eine Pizza mit extra viel Kotze. Notdürftig wischte er sich mit dem Ärmel das Erbrochene aus dem Gesicht, zog das Kabel aus seinem Nacken, stand auf und wankte zum großen Spiegel gegenüber des Flures. Sein Gesicht war blaß, ein paar Klumpen klebten immernoch darin. Von seinen Ohren tropfte Blut auf den Teppich, seine Kleidung war schweißgetränkt und er hatte immernoch das Gefühl zu fallen.
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| 02.09.2009, 19:46 |
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Mortes
Registriert: 28.12.2008, 19:02 Beiträge: 230
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Die Party fand auf dem Vorhof von "Larry's Carhospital" statt, einer gut ausgestatteten Werkstatt, die einen respektablen Ruf vorweisen konnte. Hier konnte jeder seine Autos und Motorräder reparieren und tunen lassen, aber eigentlich schraubten die Mitarbeiter lieber an ihren eigenen Maschinen herum. Das "Krankenhaus" gehörte Larry Slonger, dem Anführer der "Legion Edge", einer Supportergang der Cutters. Slonger, der wegen seiner Körperfülle den Spitznnamen "Ton" trug, hatte geladen und zahlreiche Gäste waren gekommen.
Als Jesse die Party erreichte, war die Wirkung von den beiden Lines "Moonwind" schon fast wieder verflogen. Es war billige Qualität, hergestellt in einer Drogenküche in den Redmond Barrens, wie er vermutete, aber das störte ihn momentan kaum. Heute abend würde es keinen Mangel an Amphetaminen geben.
Eine applausierende Menge hatte einen Kreis gebildet, doch das laute Heulen des Motors und der aufsteigende, beißende Qualm ließen keinen Zweifel zu, daß irgendjemand die Reifen seines Motorrades durchjagte. Es war ein Elf, mit einem Irokesenschnitt und einem komplett tätowierten Oberkörper, denn natürlich hatte er die Oberkleidung abgelegt. Viele Frauen, ob nun vergeben oder nicht, hatten schon den Schlafzimmerblick in ihrem Gesicht.
Lucas Straganov oder auch "Animal" genannt, hatte für die Show nur wenig übrig. Lieber unterhielt er sich mit einem Ork und einem Troll über die neuesten Stereoide aus Asien. Straganov war Bodybuilder mit Leib und Seele. Wenn er nicht gerade schlief, sich vollstopfte, zudröhnte oder für die Cutters unterwegs war, trainierte er in einem heruntergekommenen Muskelstudio nicht unweit von der Werkstatt entfernt.
Als er Jesse sah, kam er sofort auf ihn zu und begrüßte ihn freundschaftlich. Immer wieder versuchte er mit einem festen Händedruck Eindruck zu schinden, aber Jesse gab sich keine Blöße, wobei es manchmal doch ein wenig Überwindung kostete dem Gangmitglied diesen Gefallen zu verweigern. Sofort führte er ihn zu dem überdimensionalen Grill, auf dem teilweise Fleischlappen lagen, bei denen sich Jesse nicht so ganz sicher war, wie die ganze Chemie diese zusammenhalten konnte. Es roch gut, aber Jesse hatte keinen Hunger, also holte er sich erst einmal ein Bier und sah sich ein wenig um.
Er war mit keinen falschen Erwartungen zu der Party gekommen. Fast jeder Mann, der hier herumlief, war bewaffnet und viele Frauen trugen Kleidung, die mehr Haut zeigte, als sie verhüllte. Er erblickte auch ziemlich schnell eine "Dame", die offentsichtlich ohne Begleitung war und genau seinen Vorlieben entsprach. Er leckte sich die Lippen und wollte gerade sein Glück versuchen, als ihn Straganov anstieß und mit dem Kopf schüttelte. "Kleiner Rat, laß es, Chummer." Jesse mußte gar nichts sagen, denn sein Gesichtsausdruck war ein einziges "Wieso?". "War mal 'nen Kerl," hatte der Fleischklopps noch nicht einmal ausgesprochen, da verschluckte sich der Straßensamurai vor Schreck und spuckte hustend das restliche Bier aus. Beinahe hätte er sich übergeben, wobei er sich nicht sicher war, ob es an dem verschluckten Bier oder an dem Ekel lag, den er empfand. Straganov hielt sich lachend den Bauch und klopfte seinem Bekannten auf den Rücken, ohne dabei große Rücksicht zu nehmen. "Das war 'nen Scherz, du Idiot." Er war wohl nicht fertig, aber ihn unterbrach eine Lachwelle. "Wie leicht du verarschen bist."
Ein wenig angepißt, ließ Jesse den vor Lachen tränenden Muskelberg zurück und wischt sich die letzten Speichelfäden mit dem Ärmel seines bordeaux-roten Kapuzenpullovers aus den Mundwinkeln und sah, daß seine Brust von zahlreichen Flecken geziert wurde. Wichser, dachte er und holte sich erst einmal ein neues Bier.
Im Inneren der Werkstatt saßen vier Kerle um einen Tisch herum und spielten Karten, während ihnen irgendwelche Schnallen den Rücken massierten und neue Getränke holten. Eine der Frauen lächelte zu Jesse herüber, denn die beiden kannten sich von einer gemeinsamen Nacht, aber den Namen wußte er nicht mehr. Und heute würde er ihn auch wohl nicht erfahren, denn sie stand bei Carlos "Kill on Sight" Boston, einem Vollstrecker der Cutters. Aber sie war eh nicht so der Bringer gewesen, wie er in Erinnerung hatte.
Er kramte zwei Pillen heraus und spülte sie mit einem kräftigen Schluck des hispanischen Soybiers herunter. Es war "Red Dusk", ein sehr leichter Downer, der ihn ein wenig abkühlen sollte. Es war nicht die Tour von Straganov, die ihn kurz vor die Explosion gebracht hatte, sondern die ganze Umgebung. Das ganze Machogehabe vieler Anwesenden erschuf die Aura einer bevorstehenden Gewalteskalation. Man durfte sich keiner Illusion hingeben, hier waren Leute, die schon wegen eines falschen Blicks zum Mörder geworden waren.
Auf die Wirkung brauchte Jesse zum Glück nicht lange warten. Er suchte also wieder seine Beute und fand sie in der Nähe des Grills, wo sie gerade mit drei anderen Frauen Bodyshots aus dem Bauchnabel des Elfen tranken, der sich auf der Motorhaube eines Landrover XR-62 "Woodpecker" rekelte. Okay, das hatte sich so eben erledigt. Verfluchte Fee. Dabei war der Burnout kein bißchen spektakulär. Keine Tricks, keine Stunts.
Ein paar Meter von der Szene entfernt, saß eine junge Frau auf einem Treppenabsatz und zog gelangweilt an ihrer Zigarette. Der Grund für ihre Langeweile war "Animal", der vor ihr stand und wahrscheinlich einen Monolog über sein heutiges Trainingprogramm hielt. Payback time, Schwuchtel, dachte Jesse und stand schon, bevor er seinen Gedanken zu Ende gebracht hatte, neben seinem Bekannten. Zwar waren die Downer nur leicht, aber sie halfen Jesse dabei sich zu ordnen.
"Junge, merkst du nicht, daß Lisa nicht auf deinen Scheiß abfährt?" Lucas schaute ihn verdutzt an. "Wo kommst du denn her?" war Animals erste Frage, weil er ihn nicht bemerkt hatte und daran schloß sich gleich an "Und wer ist Lisa?". Auch die Frau war nicht minder verwirrt, aber schien auch etwas froh über die Abwechselung zu sein. Er war nie wirklich gut in der Kunst der Verführung gewesen, auch nicht zu seiner Geheimdienstzeit, wo unwissende Frau immer eine gute Tarnung abgaben, aber hier sagte ihm seine Menschenkenntnis, daß er durchaus Chancen hatte. "Kannst mal sehen, Chummer. Sie hat dir noch nicht einmal ihren richtigen Namen gesagt, so sehr interessierst du sie." Es war mehr als deutlich, daß die Frau schneller von Begriff war, als das Muskelpaket. "Ich dachte schon, du kommst gar nicht wieder und mein Bier hast du auch vergessen." Mit diesen Worten griff sie sich die Flasche, die Jesse auch bereitwillig abgab und ließ sie davon trinken. Straganov trollte sich.
Es stellt sich heraus, daß sie Nadja hieß und in einem Tattoo-Studio arbeitete, wo sich viele der "Cutting Edges" stechen ließen. Kein Wunder, denn ihnen gehörte der Laden über ein paar Ecken. Sie selbst hatte jedoch vergleichsweise wenige Körperbilder und auch die Piercings hielten sich in Grenzen. Jesse hatte einen guten Tag erwischt und seine Kommentare kamen zur richtigen Zeit und so waren sie bald in einem der offenstehenden Zimmer im Clubhaus verschwunden und hatten eine Menge Spaß zusammen.
Als sie wieder auf die Party gingen, war diese nun auf ihrem Höhepunkt. Ein Ork zeigte, wie man einen Burnout richtig macht und die Menge tobte vor Begeisterung. Mit ein wenig Widerwillen mußte sogar Jesse zugeben, daß dies nicht völlig unverdient war. Nadja hing ihm zwar am Arsch, aber das störte ihn kaum, denn die Frauen auf solcher Partys waren recht unkompliziert. So verwunderte es ihn auch nicht, daß sie eine Runde "Bang Powder", einem Koka-Analog besorgte. Jesse zog gleich vier Lines, auch um sich wieder in Schwung zu bringen, denn ihm war klar, daß er heute noch einmal mit Nadja ins Bett mußte und da konnte er, um ehrlich zu sein, jede Hilfe gebrauchen.
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| 03.09.2009, 19:34 |
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Darkface
Registriert: 07.01.2009, 15:53 Beiträge: 205
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Die Sibiria Bar liegt in einer Straßen Unterführung die früher auch mal ein Busbahnhof beherbergt hat. Graybear zieht an den Seitenstreifen wo es immer freie Parkplätze gibt. Nun folgt eine Aneinanderkettung glücklicher Zufälle, wie sie wohl nicht jeden Tag in diesem Universum auftreten sollte.
Als Graybear auf den Seitenstreifen lenkt bemerkt er die Frau im Sommerkleid, asiatisches Blumenmuster auf hellen fast durchscheinenden Stoff, die grad die Riemen ihrer Sandale richtet. Begierig darauf einen Blick auf das sonnengebräunte junge Fleisch werfen zu können beugt sich Graybear weit vor und rutscht dabei von den Platos der Pedalen ab. Der Motor verschluckt sich und der Wagen kommt ruckartig zum stehen. Das befördert den Rucksack tief in den Fußraum des Beifahrers, grimmig fluchend beugt sich Graybear danach. So kann er nicht sehen wie der Avenger mit langsamer Geschwindigkeit auf gleiche Höhe aufschließt.
Mündungsfeuer blitzt, das vielstimmige Donnern schwer Waffen erfüllt die Luft. Intuitiv duckt sich Graybear tiefer, Glassplitter gehen wie ein Regenschauer über seinen Kopf nieder. Mit schrillen Tönen heulen Querschläger, vom Überrollbügel abgelenkt, durch das Wageninnere. Einer trifft den Zwerg wie die Faust eines Preisboxers in den Rücken, presst ihn die Luft aus der Brust. Mit einem einzelnen kräftigen Zorn Gottes Donnern, reißt ein Treffer ein Faustgroßes Loch durch das Blech der Tür. Graybear sammelt mit knirschenden Zähnen seinen Willen, greift an das Amulett um seinen Hals, die Luft um ihn fängt an zu flimmern und ein schwach schimmerndes Kraftfeld umgibt ihn.
Weitere Treffer erschüttern den Wagen, einer der Reifen Platzt und der tapfere Jeep scheint in die Knie zu gehen, wie ein Boxer nach einem schweren Treffer. Mit der Grazie eins nassen Sackes landet Graybear hinter dem Wagen auf dem Beton des Bürgersteiges, genau in dem Augenblick als die Kühlerhaube mit einem irren Zwischen hochschlägt und heißer Dampf darunter hervorquillt.
Ein Zweiter Reifen Platzt. Weitere Schüsse diesmal von rechts lassen den Zwergen sich tiefer auf den Beton pressen, aber sie scheinen in Richtung seiner Angreifer zu gehen. Der Avenger beschleunigt mit quietschenden Reifen, die aus den Fenstern gelehnten Siluetten ziehen sich gerade wieder in den Wagen zurück, als Graybear, die Luft durch die Zähne ziehend, seinen Waffenarm auf dem Kotflügel aufstützt. Der heiße Dampf, der einem Geysir gleich aus dem Kühler schießt, brennt in seinen Augen, nimmt Ihm die Sicht aber das Fadenkreuz vor seinen Augen findet sein Ziel. Viel zu schnell zieht Er den Abzug durch Burstfire, der Rückstoß reißt die Waffe samt Hand nach oben. Nur eine der Kugeln trifft das Heck des Avangers, aber trotz heftiger Explosion bleiben wohl nur ein paar Kratzer im Lack zurück. “Drecks Explosiv-Munition, Puta!“
Der Wagen biegt in die Nächste Straße ein, wieder sammelt Graybear seinen Willen, sein Blickfeld erweitert sich, dringt durch Beton, Glas und Stein bis zur Querstraße, schießt auf den Wagen zu und befindet sich plötzlich im Inneren. Die Gesichter der Gestallten sind unscharf, stumm öffnen sie formlose Münder, einer schlägt den Anderen mit flacher Hand auf die Schulter. Da meint der Zwerg etwas zu erkennen, Schweiß bildet sich auf seiner so weit entfernten Stirn, verfängt sich in seinen Buschigen Augenbraun, sein Blut pocht hämmernd in den Schläfen als er sich ganz auf die kleine Tätowierung am Handgelenk der einen Gestallt konzentriert. JA! Das Waren Augen, Augen auf einem Quader, einem Würfel, drei Würfel um genau zu sein… dreimal die Sechs. Das Bild verschwindet, sie sind außerhalb seiner Reichweite. „Die 180’s verfluchte hijo de puta, was haben die plötzlich gegen Mich und vor allem was haben sie gegen meinen Wagen!?!“ Graybear schluckt, sein Hals ist Ausgedörrt, Er versucht sich im Inneren auf den Anblick vorzubereiten, zögert es heraus, doch als Er sich umdreht war das alles Umsonst. Sein Wagen, sein 2008er artic Defender (voll Lederausstattung) ist ein Wrack! Nicht nur ein Wrack, ein Wrack mit unzähligen Löchern darin. Ein gewitzter Cartoonzeichner würde den Zwergen nun ein Dynamitbündel mit brennender Lunte über den Kopf mahlen, seine Halsschlagader pocht rasend, da packt ihm von hinten eine Hand auf die Schulter. Er wirbelt herum, reißt die Waffe hoch und schlägt den Lauf seinem überraschten Gegenüber unters Kinn. Große geweitete Augen schauen ihn über den Lauf hinweg an. „Alles in Ordnung Graybear? Bist verletzt?“ stammet es. Der Zwerg Platzt, der erste Schwall der Hasstirade über seine Angreifer, deren Mütter (Gossenschlampen allesamt), deren Erzeuger (zweifellos streunende Hunde), deren Sippe (degenerierte Bande), den verschissenen Tag und die viel verschisseneren vergangenen Minuten schlägt über den unschuldigen Fragenden ein, bevor Der überhaupt weiß wie ihm geschieht. "Ob ich In Ordnung bin?!? OB ICH IN ORDNUNG BIN? Vielleicht steht dir ja der Sinn danach mich zu fragen ob es mir Gut geht? Cara del culo. NEIN! Ich bin nicht in Ordnung! Diese scheiß Wixxer haben meinen drecks Wagen zusammen geschossen und ich glaube auch das sie nichts dagegen gehabt hätten, wäre ich dabei gleich mit über den verfickten Jordan gegangen!!"
Ein Zittern überkommt den Zwergen, das Adrenalin strömt langsam aus seinen Gliedern, läst ihn ein Stück zusammen Sacken. Scheiße Mann, wer bist du überhaupt?“ fragte Er sein Gegenüber nun wesentlich ruhiger und nimmt auch die Waffe runter, die er, wie ihm etwas schamvoll bewusst wird, wären der gesamten Hasstirade wild vor dem Gesicht des Fragestellers hin und her gefuchtelt hatte. Dieser klärte ihn, das er Bourton sei, ein Anwärter auf Festanstellung als Handlanger/ Wächter/ Bodyguard der Red Hot Nukes, er habe von der Treppe aus das Feuer auf die Angreifer eröffnet. Fluchend schnappt sich Graybear seine persönlichen Sachen aus Schrotthaufen der einmal sein Wagen war und stapft zur Treppe hin. Noch über die Schulter ruft er Bourton zu, Er solle sehen, dass die Karre weg kommt und die Bullen keine dummen Fragen stellen. Stumm und schwerfällig bewegt er sich die Treppen hinab, betritt die Bar und wiederum mit einer stumm erhobenen Finger bestellt er einen dreifachen Tequila. Er kippt den ersten und mit der gleichen Geste füllt sich sein Glas wieder. Seine Halsschlagader ist immer noch angeschwollen aber sie pocht nun ruhig und stetig. Grimmig stiert Graybear an die Wand und keinem Cartoonzeichner würde ein passendes Bildchen mehr einfallen wollen.
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| 03.09.2009, 22:14 |
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Sleeper
Registriert: 28.12.2008, 23:47 Beiträge: 42 Wohnort: Dortmund
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Fleischwolf, FFJ und Beerkeg sind auf dem Rückweg der Patrouille. Bisher verlief alles ruhig, doch dann bemerkt Fleischwolf den Fremden aus James' Kneipe, dessen Verhandlungen mit ner Straßennutte wohl nicht so ganz gut verlaufen. Der Kerl zieht einen Knüppel drescht die Alte nieder und schleift sie in eine Gasse.
"Flipp Finger, Beerkeg. Habt ihr das gesehn? Der Typ aus der Kneipe eben, hat die Nutte umgehauen und will sie verschleppen. Hinterher!" heizt Fleischwolf die Jungs an und sie rennen los. Man greift nach den Küppel und stürmt zur Gasse. Als sie ankommen, bemerken sie, wie der Kerl die Alte gerade in den Kofferraum von nem Wagen schleift.
Mit einem "Stehen bleiben!" aus voller Trollkehle fordert Fleischwolf den Kerl auf sich zu Stellen, die 3 laufen natürlich weiter auf ihn zu. Der Kerl bemerkt die Ganger, knallt den Kofferraum zu und stürmt panisch zur Fahrersitz der Wagens. Fleischwolf ist mittlerweile am Wagen angekommen und knallt mit seiner Faust gegen den Hinterreifen woraufhin sich die Karre um 45° verschiebt. Der Kerl springt in den Wagen, schließt die Tür und will den Motor starten. Beerkeg und Flipp Finger Jack schließen auf und ereichen den Wagen.
Der Wagen setzt sich mit der hinteren verzogenen achse und nur 3 Rädern langsam in bewegung und er dreht sich gen Ausgang der Gasse. Fleischwolf greift sich die Seite des Wagens und hebt diesen an. Die jungs schließen zu Fleischwolf auf und FFJ feuert ihn an "Yeah...wirf ihn um" wärend Beerkeg Fleischwolf dabei unterstützt den Wagen zu halten, dieser steht jetzt auf der Beifahrerseite nach oben. Der Typ drückt panisch das Gas und die reifen drehen durch. Sie reiben ein wenig über Fleischwolfs Haut und ratschen die Haut weg. Mit einem lauten Knall landet der Wagen nach einem kräftigen Ruck der beiden Trolle auf dem Dach. Von FFJ kommt ein "Schnappen wir uns den Bastard" wärend Fleischwolf mit einem kräftigen "Aussteigen" den Kerl zum Aussteigen auffordet. Beerkeg haut derweil nochmal kräftig auf den Unterraum des Wagens das es laut scheppert und dieser nochmal eingedrückt wird. Der Typ schreit laut in Panik. Da er der Aufforderung nicht nachgekommen ist, öffnet Fleischwolf die Fahrertür des Wagens und zerrt den Kerl hinaus, greift ihn am Kragen und hebt hin auf die Höhe seines Kopfes hoch. Dabei feuert Beerkeg Fleischwolf mit seinem typischen "Platsch machen! Mach ihn Platsch, Fleischwolf" Der Typ schaut Fleischwolf starr vor Angst an. Er ist recht blass, hat listige Augen und unreine Haut. Sein Geruch ist streng und er wirkt wie ein Milchbubi. "Du hast heute drei Fehler gemacht. Zum einen hast du Ärger im Turf der Crushers angefangen und zum anderen du hast dich unseren Anweisungen widerstetzt." verurteilt Fleischwolf den Kerl der am anderen Ende seines Armes baumelt. Der Kerl macht sich in die Hosen und wird von FFJ seiner Kohle entledigt. "Platsch machen, platsch machen!" feuert Beerkeg Fleischwolf auf seine naive Art an. Angefeuert von den Jungs und angewidert von dem Kerl holt Fleischwolf mit der rechten aus und rahmt seine Faust in die Schädeldecke des Kerls. Diese platzt und Gehirnmasse, Augenüberreste, Blut und all derlei spritzten. Vom Kopf ist lediglich der Ansatz der Wirbelsäule übrig und der Kerl fällt tot in Fleischwolfs Hand zusammen. Freudig kommt von Beerkeg ein "Fleischwolf platsch gemacht! Fleischwolf platsch gemacht!" Fleischwolf läßt den Kadaver fallen. Der Wagen wird wieder umgedreht und die Nutte befreit. Sie ist noch bewußtlos. Fleischwolf krallt sich den erste Hilfe Kasten und versorgt die Alte. Doch sie bleibt bewußtlos. FFP zieht wärenddessen dem Typen die Schuhe, die Uhr und die Jacke aus. Eine suche nach der Addresse der Hure bleibt erfolglos, aber Fleischwolf errinnert sich, das der Zuhälter für den sie arbeitet noch ein anderes Mädchen in seinen Diensten hat und nur 3 Blocks weiter wohnt.
Wärend Fleischwolf seinen Knüppel wiederaufnimmt, den er beim Wagenstemmen hat fallen lassen, beordert er FFJ den müden Joe zu informieren, das er sich hier einen Wagen abholen könne. Beerkeg und Fleischwolf tragen den die Alte die 3 Blocks weiter zum Wohnhaus. Auf ein erstes Klingeln reagiert niemand. Fleischwolf wartet daher noch etwas, Beerkeg findet das natürlich nicht so toll und murrt etwas. Fleischwolf klingelt ein zweites Mal, immer noch keine Reaktion. Darauf hin klingelt Fleischwolf im ganzen Haus und irgendwer macht auch die Tür auf. Im Flur wird gemeckert, was hier Trolle und diese Nutte wollen. Aber son alter schmieriger Kerl gibt den beiden Auskunft wo denn das Zimmer der anderen Nutte ist. Dort angekommen, klopfen. Keine Reaktion. Ist wohl nicht zuhause. Da die beiden auch nicht wirklich Lust haben, die Hure noch woanders hinzubringen, drückt Fleischwolf die Tür auf, die dabei in 3 Teile splittert. "Platsch macht" lacht Beerkeg, was die Bewohner sind erschrockt. Davon angeheizt schüchtert Beerkeg sie noch bissel mehr ein.
Die Nutte wird aufs Bett gelegt und Fleischwolf sucht sich einen Zettel und Stift und hinterlässt der Mieterin eine Nachricht. Danach richet Fleischwolf die Tür einigermasen wieder auf und die beiden Trolle verlassen begleitet vom Meckern der anderen Anwohner das Wohnhaus.
_________________ Wachmann (Troll): Ist da wer? Runner: Nein, wir sind nicht hier! Wachmann (Troll): Ok.
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| 04.09.2009, 10:29 |
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Mortes
Registriert: 28.12.2008, 19:02 Beiträge: 230
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Als Jesse das Zimmer verließ, merkte er sofort, daß sich Nadja schlafen stellte, aber das war ihm nur recht. Zwar gehörte Nadja nicht zu der Sorte Frauen, die ihn mit Unmengen an Fragen löcherte, warum er eine Pistole bei sich trug oder was diese komischen Tätowierungen auf seinem Oberkörper bedeuteten - wobei er das am ehesten von ihr erwartet hätte - oder unbedingt wissen wollten, wie es ist, einen MetaMenschen zu töten, aber dennoch war er froh, daß sie wohl ähnlich dachte. Sie hatten Spaß gehabt und das mußte man nicht verkomplizieren.
Obwohl er der felsenfesten Überzeugung gewesen war, daß es wohl schon morgens gewesen sein müßte, zeigte seine im Armbandtelekom integrierte Digitaluhr 04:43:57 Uhr an, was bedeutete, er hatte keine halbe Stunde geschlafen. Kein Wunder, bei dem Cocktail an Aufputschmitteln, die er zu sich genommen hatte. Und so verwunderte es ihn auch in keinster Weise, daß er nicht einmal annähernd erschöpft war.
Die Party hatte zwar den Höhepunkt lange hinter sich gelassen, aber sie war keineswegs tot. In einem Zimmer, an dem der Straßensamurai vorbeikam, vergnügte sich eine nicht genau festzustellende Anzahl an Personen, von denen er zwei auf die Schnelle erkannte: "Kill on Sight" und seine frühere Bekanntschaft. Es war laut und wild und es hätte wohl niemanden gestört, wenn Jesse sich einfach zu ihnen gesellt hätte, aber er hatte erst einmal genug. Er mußte unbedingt was trinken und zwei Lines "Ashes of Gods" konnten auch nie schaden.
In der Werkstatt waren noch notdürftig ein paar Sitzgelegenheiten aufgebaut worden, die nun auch fast alle benutzt wurden. Draßen glühte immer noch der Grill und eine Gruppe von drei Männern, die Jesse alle als Cutters-Mitglieder kannte und mehreren Frauen suchte dort nach Wärme - wobei eigentlich suchten nur die Frauen nach Wärme und die Gangmitglieder standen daneben.
Dazu gehörte auch Christos "Herkules" Riley, für den es die Abschiedsparty war. Jesse hatte am Abend noch aufgeschnappt, daß er mit fast 300 Kong-Chips vom Star gepackt wurde und jetzt eine mehrjährige Haftstrafe antreten mußte. Irgenwie war es Jesse immer noch ein Rätsel, warum man ihn überhaupt zwischen Urteil und Haftantritt wieder auf freien Fuß gelassen hatte und ein noch größeres Rätsel war für ihn, warum sich Riley nicht einfach abgesetzt hatte. Aber man mußte auch nicht alles verstehen.
Riley, der zu den häufigsten Trainingspartnern von Straganov gehörte, nickte ihm zu und kam dann, ein wenig torkelnd zu ihm herüber und drückte ihm ungefragt eine Flasche in die Hand. Jesse waren diese Momente unangenehm, denn er wurde dann immer mit seiner eigenen Vergangenheit in einem französischen Gefängnis konfrontiert. "Hab's gehört, Herk." Zwar kannten sie sich nicht gut, aber man kannte sich halt. "Ganz schöne Scheiße." Riley konnte sich nur ein gequältes Lächeln abringen. "Tja, passiert halt," aber wie es tatsächlich passiert war, wußte Jesse auch nicht und es interessierte ihn auch nur peripher. "Wollte dir auch eigentlich nur sagen, daß das 'ne coole Sache mit Lothil war." Eric Lothil oder besser bekannt als "Jellyfish", war ein lokaler Drogenhändler, der mit einer Hanvoll Pusher zwei Nachtclubs versorgte, die wiederum von der "Legion Edge" kontrolliert wurden. Lothil wurde frech und wollte seine "Konzession" nicht verlängern (aber natürlich weiterhin seine Geschäfte tätigen) und da die Cutters ein gutes Konkurrenzangebot hatten, wollte man Lothil schnell entsorgen. Jesse erledigte ihn, zwei seiner Schläger und als Zugabe auch noch zwei Pusher. "Kein Ding. Schon 'nen Plan, zu wem du im Knast gehst?" Es war klar, daß sich Riley einer Gang im Knast anschließen würde und die Antwort verwunderte Jesse auch kaum. "Brotherhood," womit die "Human Brotherhood" gemeint war. "Hab' bei meinen anderen Aufenthalten schon bei denen mitgemischt." Zwar gab es die "Human Brotherhood" auch außerhalb der Gefängnismauern, aber beide Gruppierungen hatten (mittlerweile) nur noch rudimentäre Verbindungen. Jesse nickte einfach nur und Riley ging wieder zurück zu der Gruppe, wo eine der Frauen ihr kurz zuvor naßgespritztes Oberteil auszog, um es über der Wärme des Grills zu trocknen.
Sein Bier war auch wieder geleert und er wollte ein neues. Auf dem Weg zu einem Kühlschrank, den er ausfindig gemacht hatte, stolperte er fast über Straganov, der mit einer Orkin durch die Gegend torkelte und dabei ziemlich penetrant ihren ausladenen Hintern knetete. Bei einer menschlichen Frau wären die Laute in die Richtung "nervendes, dümmliches Kichern" gegangen, bei Straganovs Objekt der Begierde war es ein tiefes, abstoßendes Krächzen, was den Bodybuilder aber kaum störte. Seufzend ließ er sich auf eins der abgewetzten Sofas fallen und die Frau ging sofort auf die Knie. Jesse hätte sich beinahe übergeben.
Um die Gedanken und den Ekel aus seinem Kopf zu prügeln, suchte er sich eine passende Unterlage, packte das leicht gräuliche Pulver aus, zerteilte es und zog es durch einen 50-$-Schein in die Nase. "Ashes of Gods" war so ziemlich das beste Koka-Produkt, das er kannte. Es war kein Analog und wurde von den südamerikanischen Kartellen vertrieben, was es ziemlich teuer machte. Sofort merkte Jesse, wie das Blut in seinem Kopf zu rauschen begann und erst seine Hände und dann der ganze Körper leichte Schweißausbrüche bekam. Der Nasenraum wurde langsam taub und auch seine Zunge würde etwas gefühllos, da er natürlich gierig die letzten Reste mit ableckten Fingern zwischen seinen Zähnen verrieben hatte.
In einem Nebenraum spielten zwei Elfen und ein Mensch "Speed-Thiz", ein Spiel, bei dem man Spielsteine aneinanderreihen mußte und das so schnell es ging. In vielen asiatischen Spielhöllen war dies der Renner, da es aus der Region stammte. Die beiden Elfen waren lokale Ancients, trugen aber aus Respekt keine Farben, dennoch erkannte Jesse sie. Der Mensch war ihm unbekannt. Er setzte sich ungefragt dazu und stieg in der nächsten Runde mit ein.
Nach einer guten halben Stunde, die Wirkung der Droge ließ auch langsam wieder nach, war um einen kaum nennenswerten Dollarbetrag reicher. Die beiden Elfen waren gut, aber gegen seine getunten Reflexe hatten sie von der Geschwindigkeit keine Chance. Der Mensch hingegen war der langsamste in der Runde, aber er war gewiefter und konnte damit sein Manko ausgleichen. Er hatte sich als "Voice" vorgestellt und war aus Milwaukee angereist, um den Abschied zu feiern. Natürlich wußte Jesse, daß dies nicht der alleinige Grund war, aber er behielt sein Wissen für sich.
Die beiden Ancients verabschiedeten sich kameradschaftlich, packten noch die drei Frauen ein, die sich mitgebracht hatten (eine kannte Jesse aus einem Bordell) und verließen mit ihrem schwarzen Toyata TNG-7 "Business" die Party. Auch "Voice", der Jesse mit dem Kommentar, daß er noch etwas zu erledigen habe, stand auf und weckte eine Frau, die sich auf dem Sofa neben dem Spieltisch schlafen gelegt hatte, um mit ihr in die Richtung der Zimmer zu verschwinden.
Straganov schnarchte genüßlich vor sich und hatte es nicht einmal für nötig befunden seine Hose wieder hochzuziehen. Das Stück Orkin lag neben ihm und es schien, als wollte sie unbedingt einen Wettkampf im Schnarchen gewinnen. Als Jesse dann auch noch einen Blick unter den Rock erhaschen mußte, konnte er nicht mehr an sich halten und kotzte einfach vor sich auf den Boden.
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Zuletzt geändert von Mortes am 15.09.2009, 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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| 04.09.2009, 17:50 |
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Sleeper
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Jetzt stehen die beiden Trolle wieder vor dem Haus. Die Luft hat sich etwas abgekühlt und der warme Gestank der Kanalisation steigt langsam rauchend aus den Gullideckeln.
"So Keg! Feierabend. Gehn ma' zum Cheffe. Außerdem gib's da frisches Bier!" meint Fleischwolf zu Beerkeg, welcher sichtlich begeistert ist. Endlich wieder frisches Bier und die Patrouille war sowieso schon zu lang und langweilig. Bis auf den Vorfall mit den Typen ist ja nicht viel passiert. Außerdem war es viel zu warm für diese Jahreszeit.
Die beiden machen sich also auf den Weg zurück zur alten Wäscherei, nicht ohne dabei unterwegs noch ein paar Streits aus Wohnhäusern zu vernehmen. Das übliche in der dieser Gegend. Nichts, was ein Eingreifen der Crushers erfordert.
An der alten Wäscherei angekommen, fällt der Blick doch glatt auf den müden Joe, wie er schon an dem 'beschlagnahmten' Fahrzeug rumwerkelt. "Mußtest du das Fahrwerk so verziehen? Da sitz ich doch wieder Stunden dran..." entfährt es dem müden Joe als der Fleischwolf erblickt "... aber von dir ist man sowas ja gewohnt... wenigstens ist der Motor intakt..." - "Jaja, ist ja schon gut. Freu dich doch das du wieder watt zu schrauben has!" entgegnet Fleischwolf, wärend er mit Beerkeg ins Hauptquatier geht. Wärend sich Beerkeg auf den Weg zum Bierlager der Gang macht, wandert Fleischwolf die alten Treppen nach oben, zu den Wohnungen um Thunder zu berichten.
Der Bericht verläuft kurz und knapp. Bis auf den Typen der sich an einer von Lou's Huren vergriffen hat und sich um ihm gekümmert wurde und die Nutte jez bei ihrer Kollegin zur Versorgung gebracht wurde, gab es ja nicht viel zu berichten. Die Rassisten meiden das Gebiet, die letzte Begegnung verlief ja immerhin ziemlich blutig für sie. Thunder, erfreut über die Ruhe in ihrem Turf, gibt dann den Jungs für den Abend frei.
Manche besaufen sich, andere besuchen die roten Laterne und wieder andere tun ähnliches oder beides. Fleischwolf hingegen findet noch keine Ruhe. Er möchte noch was tun, mal wieder arbeiten. Die Schatten können verlockend sein. Und eine laue Nacht lässt die Adern pulsieren. Bewegung muß her.
So durchstreift Fleischwolf noch ein wenig die Nacht, an der alten Radiostation des "Radio Redmond" vorbei, in der er hoffte jemanden zu treffen, der häufiger Jobs für ihn besorgt hat. Doch die alten Gemäuer sind ruhig. Ein paar Ratten hier und da huschen umher. Der Wind treibt den Geruch der Straße hinein... und Fleischwolf allein in mitten dieser Ruinen. Heute wirds wohl nichts mehr zu tun geben.
Den Rest der Nacht läßt er es sich daheim vor dem Trid mit Motorrad rennen berießeln und irgendwann fallen ihm die Augen zu...
_________________ Wachmann (Troll): Ist da wer? Runner: Nein, wir sind nicht hier! Wachmann (Troll): Ok.
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| 14.09.2009, 12:16 |
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Chamäleon
Registriert: 04.02.2009, 17:22 Beiträge: 131
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Nach dem Gebet wechselt Ammar noch ein paar Worte mit den Vorständen des Fördervereins. Nichts von Bedeutung, nur Small Talk. Seit dem Gebet drehen sich seine Gedanken sowieso eher um die Zukunft seiner Kinder. Der Imam hat davon gesprochen, dass die Welt immer gewalttätiger und verrückter wird. Ein kranker Ort. Und nur der Islam bietet einen sicheren Hafen in diesen Zeiten der Unruhe. Wahre Worte. Und was machen seine Kinder? Sein Sohn schien die ganze Zeit während des Gebetes mit seinen Gedanken Fremden Spähren zu schweben. Ammar hatte keinen blassen Schimmer was ihn bewegte. Offenbar alles, nur nicht das Gebet. Ammar machte sich sorgen. Wie sollte so ein anständiger Moslem aus seinem Sohn werden? Es würde wohl mal wieder Zeit für ein ausgiebiges Vater-Sohn Gespräch.
Ammar drängt seine Familie zur Eile. Er will nach Hause. Ohne sich groß zu verabschieden macht er sich mit seiner Familie im Schlepptau auf in Richtung Auto. Nachdem er sich versichtert hatte, dass alle ordnungsgemäß im Wagen Platz genommen haben, stöpselt er sich ein. "So geht es schneller" denkt er sich. Sie waren relativ schnell auf der Interstate. Durch die Sensoren konnte er den Unfall auf der Gegenfahrbahn genau beobachten. Mittlerweile ist eine Spur wieder freigegeben worden und der Verkehr rollt zähflüssig durch dieses Nadelöhr.
Ein blickender Breifumschlag in seiner virtuellen Umgebung signalisiert das Eintreffen einer Nachrricht. Mit einem Gedanken öffnet Ammar die Nachrricht. Wie nicht anders zu erwarten, eine Rechnung. Schulgeld war fällig. "Langsam wird es eng. Ich hoffe nur mein Schieber meldet sich bald. Ich brauche wieder etwas Geld in der Kasse und mein Kurierjob wirft bei weitem nicht genug ab"
Zu Hause angekommen weißt Ammar seine Frau an, das Essen zuzubereiten. Er kümmert sich während dessen um die Finanzen, checkt seine Konten und Barmittel. "Wird wohl nötig sein, dass ich mal wieder ein wenig Geld verschiebe." Ammar fängt an, Rechungen für imaginäre Kunden zu schreiben und die Logs des Fahrzeugs entsprechend zu manipulieren.
Beim Essen ist die Stimmung eher gedrückt. Ammar macht sich Sorgen um die Zukunft und seine Kinder wissen, dass sie am heutigen Tag besser gar nichts mehr sagen sollten. Ammar sitzt noch bis Spät in die Nacht über den Finanzen bis er beinahe im Sessel einschläft. Totmüde schleppt er sich ins Badezimmer und putzt sich die Zähne. Dann legt er sich neben seine Frau, die bereits seit Stunden schläft.
_________________ "Diese verdammte Brauerei! Die füllen 10000 Flaschen Bier am Tag ab. Ich trink 45 vom Fließband und bin das Arschloch" - Schluckspecht -
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| 14.09.2009, 14:53 |
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Darkface
Registriert: 07.01.2009, 15:53 Beiträge: 205
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Lange Zeit stiert diese zusammen gesunkene Gestallt abwechselnd zu den verschiedenen vergilbten Postern und wieder zurück auf sein Glas, es ist schon dreimal wieder gefüllt worden. Gedanken kreisen um seinen Kopf wie Gewitterwolken die über einen klaren Himmel ziehen. Die 180’s haben es also auf mich abgesehen. Die Frage nach dem Warum fängt bei dem Wer an. Wer sind die 180’s? Was weiß ich über sie, woher weiß ich was ich weiß und könnte sich an meinen Informationen etwas geändert haben. Graybear geht seine Infos im Kopf durch, drehte sie um setzte sie neu zusammen versucht das Puzzle mit neuem Sinn zusammen zu fügen. Die 180’s waren als lokale Gang gestartet und irgendwann durch diverse Bündnisse und einer aggressiven Übernahmepolitik zu einen der Selupa Ringen geworden, die immer noch Rache für den „Verrat“ der Yaks üben wollen. Die Geschäftsinteressen des Ringes hatten sich selten mit denen der Nukes überschnitten, auch territoriale Rangellein waren so gut wie ausgeschlossen, die Nukes beanspruchten, gemäßen an ihrem finanziellen Umsätzen nur ein kleines Gebiet des Redmonder Sprawls für sich.
Wie auch mehr? Unsere Kernmitglieder müssen immer noch eine Bombe entschärfen die Grinder persönlich gebaut hat. HA! Das ist schon so etwas wie darwinistische Auslese bei uns hier, wir sind zu wenige um ein großes Gebiet zu kontrollieren und what the Fuck warum auch?
Personell also eher schwach besetzt konnten sie unmöglich ein größeres Sprawlgebiet kontrollieren, was Grinder manchmal gewaltig stinkte. Aber Graybear dachte anders, er war der Überzeugung das Business vor Territorium ginge. Es ging ums Geld, um nichts anderes, der schnöde Mammon hatte schon lange auch das “romantische Gangleben im festen (Würge)Griff. Gut auch Graybear musste zugeben, das man in Redmond viele Flecken finden konnte die auch mit den bloßen Händen von einigen dreckstarrenden Freaks verteidigt wurden. Aber wofür? Für 150 $ Schutzgeld von den wenigen legalen Geschäften die sich in Redmond halten konnten? Nur Koks und Nutten waren es wert ein Gebiet tight unter Kontrolle zu halten und beide Artikel konnte man nicht in jedem Teil Redmonds anbieten, zumindest nicht mit passabeln Gewinn.
Un poco nueces, cabrón Bei diesen Gedanken greift er zur Erdnussschale auf der Bar, aber nicht um sie zu essen. Er greift sich nur eine Handvoll und zerdrückt sie nacheinander zwischen den Fingern.
Hinter Graybear ertönt ein respektloses Grunzen und ohne sich umzudrehen weiß Er, wer da hinter ihm steht. Miller „low-fat“ Gottfuss fungierte als Sekretär von Grinder und bildete sich zuviel darauf ein seine überaus wichtige Rechte-Hand zu sein. Der Zwerg dreht sich zu dem untersetzten Mann um, der auch hier in der düsteren, rauch geschwängerten Luft der Sibira Bar seine schwarze Gibbson&Findley- Designer Sonnenbrille trägt.
„Grinder wartet schon seit ner halben Stunde auf dich Graybear und du sitzt an der scheiß Bar rum und knabberst Erdnüsse. Scheiße Mann!“ Graybear mustert ihn mit kaum verholender Verachtung, die große Knarre an Millers Seite sollte Eindruck schinden, aber Graybear weiß das Miller ein hundsmiserabeler Schütze ist. Die Worte kommen ruhig und gelassen von Graybears Lippen, auch wenn er innerlich immer noch aufgewühlt ist, weiß er doch dass sie so einen größeren Effekt erzielen. “Falls Grinder dich geschickt hat, richte ihm folgendes aus. Er soll sich Ficken! Falls du von alleine auf die Idee gekommen bist mir auf die Nerven zu gehen, dann kannst du dich gleich zweimal Ficken! Ich wird jetzt darüber gehen und Telefonieren und wenn ich damit fertig bin gehe ich zu Grinder und rede mit ihm und falls ich dein fettes Arschgesicht dabei noch einmal sehen muss, schütte ich dir Nitro Glycerin in dein nächtes Bier. Pescar algo, de vomitivo!?!
Millers Gesicht läuft rot an, kurz überlegt Graybear das er kein Bock auf eine Ohrfeige oder eine ähnliche physische Konfrontation hat und kanalisiert diese alles umgebende und doch unsichtbare Kraft die Magie genannt wird in ein ihn schützendes Kraftfeld. Die Gesichtsfarbe hinter den dunklen Glasrändern wandelt sich von puder Rot zu einem falben Grün, unentschlossen und zitternd steht [Miller[/I] da, verzweifelt nach einem Ausweg suchend der ihn nicht bis auf die Knochen demütigen würde. Aber Graybear verzichtet auch auf diese auf diese Genugtuung nicht.
“So du kleine Arschgesichtige Schwuchtel, wenn du dir deine Wixxgriffel brechen willst schlag zu, ich werd nur lachen. Aber wenn du darauf kein Bock hast und ich sehe dir an das du darauf kein Bock hast, dann las mich mit deinem dreckigen Scheiß zufrieden verschwinde mir aus den Augen und geh mir nicht weiter auf meinen eh schon derbe dünnen Nerven, cabrón!“
Miller trollt sich durch eine Tür auf der mit dicken neon Filzstift „privat“ geschrieben steht. Graybear weiß das er sich einen neuen Feind geschaffen hat, einen Feind der ihn irgendwann mal in den Rücken fallen wird, aber nach einem kurzen Moment des Zweifelns denkt er; „Ach Fuck it.“ Immerhin war heute sein geliebtes Auto draufgegangen.
Nach einigen brummligen Minuten am Public Telekom der Bar, ein paar Matrix-Überweisungen und kurzen Überfliegen einer ihm zugesendeten Datei, hat Graybear sein Puzzle zusammen. Es macht nun Sinn und fühlt sich griffig im Kopf an und bis sich Neues ergibt will er dieses Bild als Wahrheit annehmen. Mit einem frischen Glas Tequila begibt er sich in Grinders Büro und somit in die Höhle des Löwen. Beide Männer sind geladen, von vornherein aggressive und zu dickköpfig um nachzugeben. Es kommt wie es wohl kommen muss, die wütenden Schreie der Beiden tönen bis in den Barraum und am Ende verabschieden sie sich von einander mit Namen die sich auch kein Adult-only Trid-Sender je trauen würde in den Ether zu blasen.
Später benutzt Graybear den altersschwachen Nadeldrucker der Bar um zwei Nachrichten auszudrucken. Er ist Geschäftsmann und Ganger und so sagt er seine Geschäftstermine ab, auch wenn es darum geht dem Gegenüber Schutzgeld abzupressen.
Er riecht die Anspannung der letzten Stunden an seinem Körper und so nutzt er die Sanitärenanlagen hinter der Sibiria Bar, früher haben hier Busfahrer nach der Schicht den Dreck der Straße von ihren Körpern gespült. Unter dem mäßig warmen Nieselregen nimmt er seinen Gedanken wieder auf.
Also die 180s sind sauer weil wir den Versicherungsbetrug, als wir den leeren LKW gesprengt haben, auf ihrem Turf abgezogen haben, ohne ihnen was abzugeben. Gibt bei ihnen wohl nen neuen Leutnant der sich beweisen muss und der hat sich blöderweise mich als ejemplarizar dazu ausgesucht, hijo de puta.
Graybear beschließt erst einmal Infos zu sammeln und den Kopf unten zu behalten. Wenn er weiß wer dieser Leutnant ist kann er abschätzen ob es ein zu hohes Risiko wäre direkt gegen ihn vorzugehen. Ein professionelles Sprengstoffattentat ist in Redmond fast so gut wie ein Fingerabdruck damit der Verdacht auf die Red Hot Nukes fällt.
Vielleicht sollt ich das Speed, erledigen lassen, einen Externen und dazu einer der es bestimmt nicht auf die Nukes-Tour erledigen würde. Ha Ha nein das würde er bestimmt nicht und damals bei dem großen Cutters-Deal hat er saubere Arbeit abgeliefert.
Der Zwerg erinnert sich gern an diesen Deal, der Größte den er je vermittelt hat und die Erschließung eines neuen Geschäftszweiges. Dank ihm waren die Nukes nun quasi das persönliche Sprengstoffkommando der Cutters einer der größten, soll heißen Umsatzstärksten, Gangs in Seattle. Sicher hatte das Probleme mit sich gebracht. Jobs mit hohem Risiko, langjährige Haftstrafen und Grinder beschwerte sich über die dahinscheidende „Gangidentität“. Aber die Zahlen standen eindeutig auf seiner Seite es war verdammt noch mal ein verflucht rentables Geschäft.
Bevor das Wasser komplett eiskalt werden kann beendet der stark behaarte Zwerg das Reinigungsritual. Nach dem Angriff und der Auseinandersetzung mit Grinder fühlt er sich ausgelutscht, leer, obwohl es erst Neun Uhr abends ist. Er beschließt zu schlafen, Müde macht man allzu leicht Fehler. Fehler die einem schnell eine akute Bleivergiftung einhandeln können, besonders wenn man als Embajador einer Gang unterwegs ist, die persönlichen Feinde noch gar nicht mitgerechnet. Mit einem kurzen sarkastischen Lachen stellt Er fest, dass die Zahl der persönlichen wohl größer sein dürfte als der, der rein „geschäftlichen“ Feinde. Ich war halt schon immer ein extrem umgänglicher Typ. Früher beim SPD hatte ein Ausbilder ihm eingebläut, das Schlaf eine Waffe sei, die es weise einzusetzen gälte. Genau das würde Er tun und morgen würde er Grinder einen Fahrer aus den Rippen schneiden, vielleicht Amar wenn der nicht zu teuer wäre. Mit einem gebrummelten “Dann muss ich halt gut schnitzen.“ schleppt sich Graybear in sein kleines Zimmer, noch weiter in den Katakomben der Bar, in dem er schlafen kann.
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| 14.09.2009, 22:22 |
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Venom
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 Re: Die Erikson-Akte [Forum-Run]
Im Laufe des Vormittags erhalten sowohl Jesse als auch Amar eine Nachricht vom Belgier, eurem Schieber…„Komm um halb drei zu Arnold…Ich hab Arbeit für dich…“ - Ort: Village Square/Redmond/Seattle Megaplex/UCAS
- Datum: Sonntag, der 10.11.2064
- Uhrzeit: 14:34:17 Pacific Standard Time
- Wetter: 09-11°C; leichte Bewölkung den ganzen Tag über; kühler Nordwind; Keine Warnungen
- Map: Village Square
Eingebettet zwischen der NE 83thSt und der 85. und begrenzt von der 161stAveNe und 164stAve liegt die Endhaltestelle der Buslinien R501, R078 und R998 ’Village Square’. Auf der Straße trug die Haltestelle aber den Namen ’Endstation Versager’. Wenn man den Bus verließ fand man hinter der Haltestelle ein ausgebranntes vierstöckiges Wohnhaus, das langsam wieder von der urbanen Flora sowie einigen Ratten in Beschlag genommen wurde. Ein alter Wasserturm, geschmückt von Einschusslöchern und von einem hohen Zaun mit Natodraht umgeben, thronte neben dem Haus über den Block. Der Wind hatte Plastiktüten in den Zaun und den Draht getrieben und diese wehten schwach im Wind. Auf der Straße gegenüber der Haltestelle, findet sich ein kleines Rekrutierungsbüro der UCAS Army. Hinter dessen Schaufenstern wieder rum, scharte sich gerade eine Gruppe junge Gangmember um eine uniformierte Elfe, mit gelangweiltem Blick. Das Klackern der Mahjonggsteine und der Pachinkokugeln dringt aus dem Spiellokal links davon heraus, die Holobilder der Arkadespiele und die fröhliche Musik animieren zu einem Besuch in der Spielhalle. Der Laden rechts neben dem Rekrutierungsbüro ist allerdings geschlossen und nur die ausgeschaltete Neonreklame lässt auf einen Nachtclub deuten. In der Nähe musste wohl auch eine größere Rastakommune in einem der Wohnhäuser untergekommen sein, jedenfalls deutete der starke Geruch in der Luft darauf hin. Gleich um die Ecke gibt es auch noch einen altmodischen Schnapsladen. Jesse hattet gehört die O’ Malleys würden dort ihre Yen waschen… daneben lag ein Pfandleiher, euer Ziel.
Das Schild von Arnolds Roskowski Pfandleihgeschäft hatte wenig zu sagen. Zwar war wirklich ein Arnold Roskowski als Besitzer geführt und es stand auch ein kaukasischer Ork in den 30ern hinterm Tresen, der auf diesen Namen hörte. Doch der Belgier, unter einem anderen Namen war er euch nicht bekannt, bat um das Treffen. Dieser erwartete euch immer in dem zum Büro und Lager umfunktionierten Raum, der jenseits des Gitters und Arnolds Reich lag.
Der Raum war nicht unbedingt klein, aber durchaus recht voll gestopft und der schwere Duft von Schnaps und kaltem Tabak drücken die Stimmung in ein schmieriges Agenten-Klischee alter Tridfilme. Die Aktenkisten stapelten sich zu Miniwolkenkratzern und waren alle mit einer euch unbekannten Sprache beschriftet. Der Schreibtisch war in den Raum gezwängt und es muss für den Norm, mit dem funkelnden Goldzahn, nicht leicht sein in dem Raum mit dem Rollstuhl zu navigieren. Der Belgier musste wie immer kräftig husten als er euch begrüßte. Er fuhr mit den Ringbesetzen Fingern über den Leberfleck seiner Glatze. „Hört mal…“ Kräftiges Husten Da gibt’s was zu erledigen wäre…“ Der Mensch hustet wieder „Nichts Großes, ein Sicherheitsjob über einige Tage. Prinzipiell sieht die Sache nicht kompliziert aus und wird in Tagessätzen besoldet…“ Wieder wird er von einem Husten geschüttelt…räuspert sich danach „Es ist möglich das der Kunde wohl in nächster Zeit zu expandieren wünscht, somit wieder rum möglich das das hier ein Test ist und das er euch wieder anheuert, wenn ihr euch gut anstellt...“ Erneutes Husten„Wenn ihr wollt vermittele ich ein Treffen für heute Abend und ihr beide sucht euch bis dahin noch 2-3 Leute…“ Wie immer spielte er unterbewusst während des gesamten Monologs mit einem Kugelschreiber. Als er endet, blickt er euch an und kratzt er sich am rechten Ohr, hinter seinem Hörgerät und wartete auf eure Antwort.
_________________ Durchschaue deine Scheiben, geb der Schönheit ihren Reiz, das Vorbild für Idole, legt die Arktis aufs Eis. Führ die Sonne hinters Licht, Überschatte die Nacht, Geben dem Sein das Ich, haben die Phantasie erdacht
Ruhrpott AG - Kreuzwortfeuer
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| 15.09.2009, 12:59 |
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